Die Freude über ein neues Familienmitglied wird doch manchmal von Unsicherheiten und Problemen begleitet, die uns fordern und auf den ersten Blick unlösbar scheinen. Emmi Pikler hat uns dazu viele hilfreiche Ansätze hinterlassen.
Was ist zu tun, wenn das Baby scheinbar ohne Grund schreit?
Können Babys die ganze Nacht durchschlafen?
Wie kann ich den unterschiedlichen Bedürfnissen von Geschwisterkindern begegnen?
Und was genau braucht das Baby, um sich gut entwickeln zu können?
Die Pikler-Säuglingsgruppe gibt den Teilnehmerinnen Raum für alle Fragen, die das Leben im Zusammensein mit einem oder mehreren Kindern stellt. Unter anderem wird den Themen beziehungsvolles Zusammensein während der Pflege, autonome Bewegungsentwicklung und freies Spiel Raum gegeben.
Für die Säuglinge ist eine altersgerechte, dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechende Umgebung für erstes Forschen, Ausprobieren und Bewegen vorbereitet. Einige werden mit Beobachten, Entdecken ihrer Hände und ersten Greifversuchen beschäftigt sein. Andere werden sich auf die Seite oder den Bauch drehen und versuchen, einen bestimmten Gegenstand zu erreichen. Dieser wird dann meist untersucht, mit Hand, Mund und Augen und die Umgebung damit abgeklopft.
Die Familien erleben die gemeinsame Zeit als individuelle Begleitung und Unterstützung auf ihrem eigenen Weg.
„Der Säugling erlernt also im Lauf seiner Bewegungsentwicklung nicht nur sich auf den Bauch zu drehen, nicht nur das Rollen, Kriechen, Sitzen, Stehen oder Gehen, sondern er lernt auch das Lernen.“ (Emmi Pikler in „Friedliche Babys – zufriedene Mütter“)